Irgendwas

Sprache

In unserer Kita leben Kinder und Erwachsene verschiedenster Herkunft. Viele Sprachen erklingen in der „Bunten Welt“. Das ist gut so. Jedes Kind mit Migrationshintergrund muss die Möglichkeit bekommen, neben seiner Heimatsprache Deutsch zu lernen und jedes Kind egal welcher Herkunft, muss die optimale Unterstützung beim Spracherwerb erhalten, denn nur so wird es seine Kommunikationsfähigkeit entwickeln können. Eine gute Sprachentwicklung ist für das ganze weitere Leben des Kindes wichtig. Das Beherrschen einer Sprache ist Grundlage für gute schulische Leistungen und für den erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung.
Wir beteiligten uns am Bundesprojekt „Schwerpunkt-Kita Sprache und Integration“, das 2015 auslief. Inzwischen sind wir in das Nachfolge-Projekt „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ eingestiegen und sind froh, durch finanzielle Mittel, bis Ende 2019, besonders gefördert zu werden.
Seit April 2014 dürfen wir uns Literatur-Kita NRW nennen. Dieses Zertifikat spiegelt den literatur-pädagogischen Stellenwert unserer Arbeit wider.

In unserer Kita:

  • gibt es in jeder Gruppe Lese-Sofas, so gibt es Platz zum Vorlesen
  • gibt es viele zweisprachige Bücher
  • gibt es Bücher ohne Text, die zum Philosophieren anregen
  • gibt es ehrenamtliche Lesepaten, die sich einmal in der Woche Zeit zum Vorlesen nehmen
  • gibt es vielfältige Materialien (Landkarten, Alphabete, Zahleneihen), die den Schriftsprach-Erwerb anregen

Sprache ist der Schlüssel zur Welt.

(Wilhelm von Humboldt)
Diesen Schlüssel möchten wir allen Kindern in die Hand geben.

Gesundheit

Seit vielen Jahren hat das Thema Gesundheit in der Kita „Bunte Welt“ einen hohen Stellenwert, denn der Grundstein für Gesundheit wird in jungen Jahren gelegt. Ist ein Kind gesund, dann entwickelt es sich körperlich und geistig gut und kann mit Neugier seine Umwelt erkunden, erleben und erfahren. Ausgewogene, kindgerechte Ernährung, vielseitige Bewegung und ausreichend Möglichkeiten zur Entspannung und das Bewusstsein der Eigenverantwortung; das Wissen darum, was dem eigenen Körper guttut und was nicht, das sind die Dinge, die es für ein gesundes Aufwachsen braucht.


Ernährung

Viele Kinder nehmen inzwischen drei Mahlzeiten in der Kita ein und erfahren hier viel über Lebensmittel. Gleichzeitig sind Lebensmittel aber auch ein spannendes Lernfeld. Sie können mit Augen, Nase, Mund, Händen und Ohren erfahren werden – ein Fest für alle Sinne!
Essen und Trinken ist aber auch ein sozialer Prozess. Wir treffen uns zu einer Mahlzeit an einem schön gedeckten Tisch, reden und feiern miteinander – alles Dinge, die der Seele guttun. Selbstverständlich werden die Kinder ohne Zwang an die Vielfalt unserer Speisen und Nahrungsmittel herangeführt. In unserer Kita wird das Mittagessen nach den Richtlinien der optimierten Mischkost von unserer Köchin täglich frisch zubereitet.

In unserer Kita:
  • besuchen wir den Wochenmarkt und die Gärtnerei
  • gärtnern wir mit den Kindern und ernten frisches Gemüse von unseren Hochbeeten
  • bereiten wir regelmäßig mit den Kindern den Nachmittags-Snack zu
  • gibt es immer wieder neue, unbekannte Lebensmittel zu probieren, exotisches Obst oder Speisen anderer Länder


Bewegung / Entspannung

Für die kindliche Entwicklung ist Bewegung von großer Bedeutung, für die motorische, aber auch für die Persönlichkeitsentwicklung. Bewegung ist die Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Kindes.
In unserer Einrichtung bieten wir Kindern vielfältige Möglichkeiten zur Bewegung. Unsere Gruppenräume sind bewegungsanregend eingerichtet, die Kinder können sich ausprobieren und experimentieren. Aber auch unser naturnah gestaltetes Außen-Gelände kommt hier zum Tragen. Bei Wind und Wetter haben die Kinder die Möglichkeit zu klettern, rennen, toben, balancieren, etc..
Tätigkeiten der Anspannung wechseln sich in unserer Kita mit Tätigkeiten der Entspannung ab. Wir möchten den individuellen Bedürfnissen nach Bewegung und Ruhe nachkommen.  Durch feste Rituale bieten wir den Kindern einen Rahmen, auf den sie sich einlassen können. Diese Rituale, z.B. zur Begrüßung oder zum Abschied, nutzen wir für kleinere Entspannungssequenzen. Dieses können ruhige Kreisspiele, aber auch andere besinnliche Aktivitäten, wie zu Beispiel Traumreisen sein.

In unserer Kita:
  • nutzen wir jeden Tag die Möglichkeiten unseres naturnah gestalteten Außengeländes
  • besuchen wir regelmäßig den nahegelegenen Abenteuerspielplatz
  • besuchen wir die Spielerei auf dem ehemaligen Gartenschaugelände
  • gibt es jedes Jahr eine Waldwoche
  • gibt es einen gut ausgestatteten Bewegungsraum, der regelmäßig genutzt wird


Prävention

Grundlegendes Sozialverhalten lernt der Mensch nach Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie im Kindergarten-Alter. Deswegen setzen wir mit Maßnahmen gegen Sucht und Gewalt bereits bei den Kindern in unserer Einrichtung an. In einer Team-Fortbildung eigneten wir uns Inhalte des „Gefühle sind bunt“-Programmes an, welches bei wichtigen Selbstwirksamkeitserfahrungen und der Stärkung der Persönlichkeit der Kinder ansetzt.
Weitere Elemente, die wir im Bereich der Präventionsarbeit nutzen, sind z.B. Zeiten, in denen wir bewusst weniger Spielzeug anbieten. Die Kinder werden durch die Reduzierung des Spielzeugs zu mehr Kommunikation untereinander angeregt, und lernen im Rahmen des mehrwöchigen Projektes die Basisgefühle „Freude“, „Angst“, „Wut“ und „Trauer“ kennen. Es geht hier um Anteilnahme und um prosoziales Verhalten. Dieses sind wichtige Aspekte in der Persönlichkeitsentwicklung.

Inklusion / Gemeinsame Erziehung

„Es ist normal, verschieden zu sein.“ Dieser durchaus passende Satz, der auf Richard von Weizäcker, einen unserer ehemaligen Bundespräsidenten zurückgeht, spiegelt unser Leitbild wieder.

Deshalb betreuen, begleiten und fördern wir Kinder mit den unterschiedlichsten Bedürfnissen gemeinsam in unserer Kita. So lernen die Kinder früh, das Verschiedensein der Menschen zu tolerieren und Rücksicht auf andere zu nehmen. Für die Kinder mit besonderem Förderbedarf sind zusätzliche Kräfte eingestellt, die eine Aus- oder Fortbildung im heilpädagogischen und integrativen Bereich absolviert haben. Sie bieten den Kindern eine individuelle Förderung in Einzelsituationen, Kleingruppen oder durch Alltagsbegleitung in der Kindergartengruppe. In der Praxis arbeitet das Team der „Bunten Welt“ bereits nach einem inklusiven Ansatz. In allen Gruppen finden sich Kinder unterschiedlichster Herkunft, verschiedenen Alters mit und ohne Handicap.
Vielfalt, heute auch in diesem Zusammenhang „Diversity“ genannt, ist das was wir sehen und erleben möchten in unserer Kita, denn wir sehen in der Vielfalt aller Menschen, in der Einzigartigkeit eines jeden Menschen, eine Bereicherung für uns alle.

Religiöse Bildung

In der Arbeit und in den Beziehungen, die wir in unseren Kindertageseinrichtungen pflegen, orientieren wir uns am christlichen Menschenbild des Evangeliums Jesu Christi.

Diese Grundlage der biblischen Botschaft macht für uns die Einzigartigkeit, die Einmaligkeit und die Individualität des Menschen aus. Seine Würde ist unverletzlich und unveräußerlich, unabhängig von seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Damit ist jedes Kind als ein Geschöpf Gottes anzunehmen.
Unsere evangelischen Einrichtungen übernehmen in der Evangelischen Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück die Aufgabe, Bindeglied zwischen den Eltern und ihren Kindern und der Gemeinde zu sein. Die Einrichtungen sind ein Teil der Gemeinde, die für Kinder offen ist und in der Erwachsene und Kinder eine Lebens- und Lern-Gemeinschaft bilden, getreu dem Satz Jesu: 

Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran, denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen.

Markus 10,14-15

Auf diesem Hintergrund erleben wir in den Einrichtungen multikulturelle und interreligiöse Unterschiedlichkeit als Bereicherung. Wertschätzung ist der Mittelpunkt der Arbeit in den Einrichtungen. Ihre Aufgabe verstehen die MitarbeiterInnen als Wegbegleitung für die ihnen anvertrauten Kinder. Ihnen soll die Gelegenheit gegeben werden, selbstständig und selbstbewusst zu werden, sowie Verantwortung für sich, für die anderen und die Gruppe zu übernehmen. Dieses geschieht vor allem in der Beziehung zwischen den ErzieherInnen und den Kindern, aber auch in den Grundlagen und Aspekten des religionspädagogischen Konzeptes unserer Kirchengemeinde.

In unserer Kita:
  • finden regelmäßig Wochenschlussandachten statt.
  • werden Geschichten der Bibel z.B. mit einem Tischtheater (Kamishibai) vorgeführt
  • finden gemeinsam mit den Familien Andachten zur Herbst- und zur Frühlingszeit statt, die mit einem gemeinsamen Frühstück ausklingen
  • wird vor den Mahlzeiten gebetet
  • feiern wir christliche Feste, wie Weihnachten oder Ostern

Eingewöhnung

Die Eingewöhnungszeit Ihres Kindes wird individuell in Absprache und Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern gestaltet.
Berücksichtigt wird auch die Biografie des Kindes wie Alter, Kultur, Herkunft, Familiensituation etc.


Eine möglichst sanfte Eingewöhnungszeit allen Kindern zu ermöglichen, ist uns sehr wichtig. Es liegt uns am Herzen, dass sich Ihre Kinder bei uns wohlfühlen. Bei uns werden die Kinder angelehnt an das „Berliner Eingewöhnungsmodell“ eingewöhnt. Der Aufbau einer auf gegenseitigem Vertrauen beruhenden Beziehung ist Grundlage für eine gute Zeit in der Kita.

Unsere Vorgehensweise beinhaltet:
  • einen Informationselternabend für alle neuen Eltern
  • einen Schnuppernachmittag für Eltern und Kinder
  • Hausbesuche
  • die individuelle Abstimmung der Bedürfnisse des Kindes und seiner Familie
  • Reflexionsgespräche

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

Unsere Einrichtung arbeitet mit folgenden Institutionen zusammen:
  • Landes-Jugendamt
  • Jugendamt
  • Gesundheitsamt
  • Erziehungsberatung
  • Frühförder-Stellen
  • Grundschulen
  • Förderschulen
  • Fachschulen für Sozial-Pädagogik
  • anderen Tageseinrichtungen
  • Kinderärzten
  • Familienzentrumspartner Kita „Spielkiste“ als Familienzentrum „Die2“